Eigentlich wollten wir in die Ostsee springen…

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Eigentlich wollten wir in die Ostsee springen…

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01. Januar 2015: Zu viert waren wir unterwegs. Werner und unser Freund Heiko mit dem Auto, Badesachen und Picknickkorb im Kofferraum. Unser Freund Rüdiger und ich (Karen) mit den Rädern. Das Ziel: Neujahrs-Badevergnügen in Boltenhagen. Leider stürzten Rüdiger und ich aus ungeklärter Ursache kurz vor dem Ziel. Rüdiger kam zum Glück mit einer Schramme davon. Mein kleiner Schwertransporter war unbeschadet. Von mir kann ich das nicht behaupten. Wir trafen uns nicht am Strand, sondern an der Unfallstelle und Notaufnahme im Wismarer Krankenhaus. Hier wusste ich nach kurzer Zeit, was mit mir los ist. Linke Schulter gebrochen, rechter Daumen verletzt, linkes Auge in die Kiefernhöhle eingebrochen. Massive Prellungen und Blutergüsse.
Unfall_Beitrag01
Drei Männer sahen entsetzt auf mich herunter. Nie werde ich dieses Bild vergessen. Die Augenverletzung konnte in Wismar nicht versorgt werden, und so war ich bald auf dem Weg nach Schwerin. Der Orbitabogen unterm Auge wurde am 6. Januar operiert. Schon zwei Tage später kam ich nach Hause. Die Schulter braucht keine OP, auch nicht der rechte Daumen. Trotz allem bin ich gut davon gekommen. Zumal ich keine Schmerzen hatte. Nicht mal Kopfschmerzen nach dem wahnsinnigen Aufprall, an den ich mich nicht erinnern kann. Danke an alle, die mir Reiki schickten. Ich habe mich damit schon im Krankenwagen selbst behandelt. Nur so kann ich mir dieses Phänomän erklären. Die Schulter meldete sich erst, als ich erste Bewegungsübungen begann. Doch Schmerzmittel brauche ich immer noch nicht.

Und danke an alle Besucher, die mich mit Blumen, Babynahrung, Fruchtmark (es dauerte, bis man begriff, dass ich nur Brei essen durfte), Saft, Bücher, Hörbücher und Musik versorgten. Die mit mir lachten und über mein Aussehen Scherze machten. Danke für unzählige Anrufe und e-Mails.

Jetzt, nach einem Monat, geht es mir gut. Mein Gesicht sieht wieder ziemlich normal aus, rund ums Auge sind noch Schwellungen. Die Schulter braucht Zeit und mehrmals wöchentlich Krankengymnastik. Doch im Sommer werde ich bestimmt wieder auf meinem Schwertransporter sitzen. Ein neuer Helm ist bestellt.

Ach ja, der Helm hat mich mit Sicherheit vor schlimmeren Kopfverletzungen bewahrt. Wenn nicht sogar das Leben gerettet. Und das Bild braucht keinen Kommentar.

Das Rad fahren vor der Haustür ist gefährlich, ich muss wieder gaaaaanz weit weg…

 


Es geht im Leben nicht darum, gute Karten zu haben, sondern mit einem schlechten Blatt ein gutes Spiel zu machen.

Robert Louis Stevenson


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